Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen Julien Beyer, beyerdigital, Reichenberger Straße 6, 71638 Ludwigsburg (nachfolgend „Auftragnehmer") und dem jeweiligen Kunden (nachfolgend „Auftraggeber") über die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Webentwicklung, E-Commerce, KI-Lösungen, Automatisierungen und verwandter digitaler Services.
(2) Es gelten ausschließlich diese AGB. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Auftraggebers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Auftragnehmer ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
(3) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Verbrauchern als auch gegenüber Unternehmern, es sei denn, in der jeweiligen Klausel wird eine Unterscheidung gemacht. Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist jede natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Auftragnehmer erbringt für den Auftraggeber Dienstleistungen im Bereich digitaler Lösungen. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot, der Auftragsbestätigung oder der separaten Leistungsbeschreibung.
(2) Zum Leistungsumfang können insbesondere gehören:
- Konzeption, Design und Entwicklung von Websites und Webanwendungen
- E-Commerce-Lösungen (Online-Shops, Zahlungssysteme)
- Entwicklung und Integration von KI-Lösungen
- Automatisierung von Geschäftsprozessen
- UI/UX-Design und Branding
- Hosting, Wartung und technischer Support
- Beratungsleistungen im Bereich Digitalisierung
(3) Änderungen des Leistungsumfangs nach Vertragsschluss bedürfen der schriftlichen Vereinbarung beider Parteien. Der Auftragnehmer ist berechtigt, Mehraufwand, der durch Änderungswünsche des Auftraggebers entsteht, gesondert in Rechnung zu stellen.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Dienstleistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Angebotsabgabe dar.
(2) Der Vertrag kommt zustande durch Annahme des schriftlichen Angebots des Auftragnehmers durch den Auftraggeber oder durch Beginn der Leistungserbringung seitens des Auftragnehmers.
(3) Die Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und gültig für 30 Tage ab Angebotsdatum, sofern nicht anders angegeben.
§ 4 Leistungserbringung und Mitwirkungspflichten
(1) Der Auftragnehmer erbringt die vereinbarten Leistungen nach bestem Wissen und Gewissen unter Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik.
(2) Termine und Fristen sind nur verbindlich, wenn sie schriftlich als verbindlich vereinbart wurden. Verzögerungen aufgrund unzureichender Mitwirkung des Auftraggebers führen zu einer angemessenen Verlängerung der Fristen.
(3) Der Auftraggeber ist verpflichtet, dem Auftragnehmer alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Materialien und Zugänge rechtzeitig und vollständig zur Verfügung zu stellen.
(4) Der Auftraggeber benennt einen verantwortlichen Ansprechpartner, der befugt ist, Entscheidungen im Rahmen des Projekts zu treffen und Freigaben zu erteilen.
(5) Kommt der Auftraggeber seinen Mitwirkungspflichten nicht oder nicht rechtzeitig nach, ist der Auftragnehmer berechtigt, die hierdurch entstehenden Mehrkosten gesondert in Rechnung zu stellen.
§ 5 Abnahme
(1) Der Auftragnehmer stellt die Leistung zur Abnahme bereit und informiert den Auftraggeber hierüber.
(2) Der Auftraggeber ist verpflichtet, die Leistung innerhalb von 14 Tagen nach Bereitstellung zu prüfen und abzunehmen. Beanstandungen sind innerhalb dieser Frist schriftlich unter genauer Beschreibung des Mangels mitzuteilen.
(3) Erfolgt die Abnahme nicht innerhalb der genannten Frist und hat der Auftraggeber keine konkreten Mängel gerügt, gilt die Leistung als abgenommen.
(4) Geringfügige Mängel, die die Nutzung der Leistung nicht wesentlich beeinträchtigen, berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.
§ 6 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Die Vergütung richtet sich nach dem jeweiligen Angebot des Auftragnehmers. Alle Preise verstehen sich in Euro. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet und daher auch nicht ausgewiesen (Kleinunternehmerregelung).
(2) Sofern nicht anders vereinbart, werden Rechnungen wie folgt gestellt:
- 50 % der Vergütung bei Auftragserteilung (Anzahlung)
- 50 % bei Abnahme des Projekts (Schlussrechnung)
(3) Bei größeren Projekten kann der Auftragnehmer monatliche Abschlagszahlungen vereinbaren.
(4) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig, sofern nicht anders vereinbart.
(5) Gerät der Auftraggeber in Zahlungsverzug, ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz bei Verbrauchern bzw. 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz bei Unternehmern zu verlangen. Die Geltendmachung eines weitergehenden Schadens bleibt vorbehalten.
(6) Zahlungen können per Banküberweisung oder über die auf der Website angebotenen Zahlungswege (z. B. Stripe) erfolgen.
§ 7 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
(1) Mit vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung erhält der Auftraggeber die einfachen, zeitlich und räumlich unbeschränkten Nutzungsrechte an den im Rahmen des Auftrags erstellten Werken, soweit nichts anderes vereinbart ist.
(2) Der Auftragnehmer behält sich vor, die im Rahmen des Auftrags erstellten Werke für eigene Referenz- und Werbezwecke zu verwenden (z. B. Portfolio, Case Studies).
(3) Quellcode, Konzepte und Arbeitsmethoden, die nicht spezifisch für den Auftraggeber entwickelt wurden, verbleiben im Eigentum des Auftragnehmers.
(4) Bis zur vollständigen Bezahlung verbleiben alle Rechte beim Auftragnehmer.
(5) Der Auftraggeber stellt sicher, dass er über die erforderlichen Rechte an den vom ihm bereitgestellten Materialien (Texte, Bilder, Logos etc.) verfügt und stellt den Auftragnehmer von Ansprüchen Dritter frei.
§ 8 Gewährleistung
(1) Der Auftragnehmer gewährleistet, dass die erbrachten Leistungen den vereinbarten Anforderungen entsprechen.
(2) Die Gewährleistungsfrist beträgt 12 Monate ab Abnahme. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gewährleistungsfristen.
(3) Mängel sind unverzüglich nach Feststellung schriftlich unter genauer Beschreibung des Fehlers anzuzeigen.
(4) Der Auftragnehmer wird berechtigte Mängel innerhalb angemessener Frist im Wege der Nachbesserung beheben. Schlägt die Nachbesserung nach zwei Versuchen fehl, hat der Auftraggeber das Recht auf Minderung oder Rücktritt.
(5) Die Gewährleistung erstreckt sich nicht auf Mängel, die durch nachträgliche Änderungen des Auftraggebers oder Dritter, unsachgemäße Bedienung, höhere Gewalt oder Änderungen der technischen Umgebung (z. B. Browser-Updates, API-Änderungen von Drittanbietern) verursacht wurden.
§ 9 Haftung
(1) Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleiben von den vorstehenden Beschränkungen unberührt.
(4) Die Haftung des Auftragnehmers ist – außer bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit – der Höhe nach auf die vereinbarte Nettovergütung des jeweiligen Einzelauftrags begrenzt.
(5) Der Auftragnehmer haftet nicht für den wirtschaftlichen Erfolg der erbrachten Leistungen (z. B. Umsatzsteigerung, Conversion-Rate, Suchmaschinenranking).
§ 10 Vertraulichkeit und Datenschutz
(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben, es sei denn, dies ist zur Vertragserfüllung erforderlich.
(2) Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten des Auftraggebers ausschließlich im Rahmen der geltenden Datenschutzgesetze (DSGVO, BDSG). Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
(3) Sofern der Auftragnehmer im Rahmen des Auftrags personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, schließen die Parteien eine gesonderte Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO.
§ 11 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Projektverträge enden mit Abnahme und vollständiger Bezahlung der Leistung.
(2) Laufende Dienstleistungsverträge (z. B. Wartung, Support, Hosting) können mit einer Frist von 3 Monaten zum Ende des jeweiligen Vertragsjahres gekündigt werden, sofern nicht anders vereinbart.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn:
- die andere Partei wesentliche Vertragspflichten trotz Mahnung und angemessener Nachfrist nicht erfüllt
- über das Vermögen der anderen Partei ein Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird
(4) Kündigungen bedürfen der Schriftform (E-Mail genügt).
(5) Bei Kündigung hat der Auftraggeber die bis zum Zeitpunkt der Kündigung erbrachten Leistungen zu vergüten.
§ 12 Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbraucher haben bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein Widerrufsrecht. Nachfolgend informieren wir über die Bedingungen des Widerrufs:
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
Julien Beyer, beyerdigital
Reichenberger Straße 6, 71638 Ludwigsburg
E-Mail: info@beyerdigital.de
Telefon: +49 176 6414 1449
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
— An: Julien Beyer, beyerdigital, Reichenberger Straße 6, 71638 Ludwigsburg, E-Mail: info@beyerdigital.de
— Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)
— Bestellt am (*) / erhalten am (*)
— Name des/der Verbraucher(s)
— Anschrift des/der Verbraucher(s)
— Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
— Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.
(2) Ist der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Geschäftssitz des Auftragnehmers. Der Auftragnehmer ist jedoch auch berechtigt, am Sitz des Auftraggebers zu klagen.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hierdurch nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen oder fehlenden Bestimmung tritt die jeweilige gesetzliche Regelung.
(4) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.
Stand: August 2026